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Gary Ridgway – „Green River Killer“

(1949-NOW)

Im Juli 1982 begann in der Umgebung von Seattle, Washington, eine der fürchterlichsten Mordserien in der Geschichte der USA. Ihr fielen mindestens 49 junge Frauen zum Opfer. Erst zwanzig Jahre später gelang es aufgrund einer DNA-Analyse, den Täter zu überführen. Sein Name: Gary Leon Ridgway, geboren am 18. Februar 1949 in Salt Lake City, Utah. Der Fall wurde auch unter dem Namen „Green River Killer“ bekannt, da der Täter seine Opfer vornehmlich im oder in der Nähe des Green Rivers bei Seattle/Washington deponierte. Dir wird jetzt schon mulmig zumute? Das ist erst der Einstieg!

Am 15. Juli 1982 fanden Kinder die Leiche der sechzehnjährigen Ausreißerin Wendy Lee Coffield im Green River treibend. Sie war erwürgt worden.

Vom 13. bis zum 15. August wurden die Leichen von 4 weiteren jungen Frauen in oder in der Nähe des Green Rivers gefunden. Von da an vermutete die Polizei, es mit einem Serienkiller zu tun zu haben. Bis 1984 erhöhte sich die Zahl der Leichenfunde auf 48. Mittlerweile hatte sich sogar Ted Bundy, ein anderer berüchtigter Frauenmörder, mit einem Brief an die US Navy gewandt, in dem er ein psychologisches Profil des Green River Killers entworfen hatte. Haben wir es hier also mit dem kaltblütigsten Serienmörder der US-Geschichte zu tun? Die Anzeichen deuten auf Ja!

Die Opfer waren in erster Linie Prostituierte, aber auch Ausreißerinnen und Anhalterinnen. Das jüngste Opfer war 15, das ältestes 38. Der Täter ermordete Schwarze und Weiße jeglicher Haarfarbe, Lateinamerikanerinnen, Dicke, Dünne, Große und Kleine ohne besondere Präferenz.

Im März 2001 benutzte das Kriminallabor des Staates Washington die neuen DNA-Tests, um über Beweisstücke Hinweise zum Täter zu finden. Am 30. November 2001 wurde bekannt, dass auf vier der früheren Opfer DNA-Spuren gefunden wurden, die mit einer Speichelprobe eines gewissen Gary Ridgways übereinstimmten. Dieser wurde daraufhin verhaftet.

Gary Leon Ridgway wurde am 18.2.1949 geboren. Der Lackierer war verheiratet und hatte mehrere Kinder. Am Anfang der Ermittlungen leugnete er die Taten, später aber kooperierte er mit den Behörden, um der Todesstrafe zu entgehen.

Getrieben wurde Gary Ridgway laut eigenen Angaben vorrangig von Hass auf Frauen, Prostituierten insbesondere. „Ich wollte so viele Frauen wie möglich töten, von denen ich dachte, sie seien Prostituierte. Ich dachte, ich könne so viele töten wie ich will, ohne erwischt zu werden“.

Gary Ridgway sprach seine Opfer in der Regel auf dem Straßenstrich von Seattle an. Er stellte ihnen etwas mehr Geld als üblich in Aussicht, um sie an einen einsam gelegenen Ort oder in sein Haus zu locken. Eine clevere Idee, muss man ihm lassen… Die meisten Frauen tötete er dann in seinem Pick-up, der über einen Campingaufsatz verfügte, oder in seinem Schlafzimmer. Der tödliche Angriff kam überraschend, meist unmittelbar nach dem Sex. Gary Ridgway packte die Frauen von hinten und erwürgte sie mit seinem Unterarm oder einer Schlinge. Gerne spielte er mit der Atemkapazität seiner Opfer; er ließ den Würgegriff seines Armes etwas lockerer, um ihn dann langsam wieder anzuziehen, so dass er möglichst viel vom Todeskampf seiner Opfer rausholen konnte. Danach benutzte er die Leiche meist nochmals für Geschlechtsverkehr.

Bis heute ist unklar, wie viele Frauen Gary Ridgway wirklich zum Opfer fielen. Offiziell ist er wegen Mordes in 49 Fällen verurteilt worden. Gary Ridgway hat alle 49 Verbrechen gestanden, die Polizei hat in jedem einzelnen Fall eine Leiche geborgen. Es gibt eine Handvoll weiterer Frauen, welche die Ermittler nach den Geständnissen von Ridgway ebenfalls zu den Opfern der Mordserie zählen. Allerdings konnten ihre Leichen bisher nicht gefunden werden. Deshalb gelten diese Verbrechen noch nicht als endgültig geklärt.

Die tatsächliche Opferzahl schätzen die Ermittler aber weitaus höher ein. Zum einen ergibt sich die Einschätzung aus den Verhören mit Gary Ridgway. Dort hat er insgesamt 75 Morde zugegeben. In einem Interview, das er im September 2013 einem Radiosender gab, sprach Ridgway sogar von 80 oder 90 getöteten Frauen. Problem: Nach den Erfahrungen, die die Green River Ermittler mit Gary Ridgway in den Befragungen sammelten, gilt der Mann in seinen Aussagen als sehr unzuverlässig. Als er den Angehörigen der Opfer vor Gericht begegnen musste, brach er weinend zusammen und bat um Vergebung. Er wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Möglichkeit auf Begnadigung verurteilt und sitzt diese heute in der Justizvollzugsanstalt des Staates Washington in Walla Walla ab. Doch seine Taten und der Schmerz der Angehörigen, den er durch die Morde verursacht hat, der bleibt auch nach seinem Tod erhalten.

Auch zu diesem Mörder finden sich spannende Dokumentationen für Wissbegierige, jene noch mehr Details über diesen interessanten Fall hören möchten.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gary_Ridgway

https://www.britannica.com/biography/Gary-Ridgway

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