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Hervorgehoben

Das sind wir.

Sei du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben.

— Oscar Wilde

Herzlich Willkommen auf meinem Blog.

Ich bin Lin. Mädchen. Schülerin. Bloggerin

Mit diesem Blog begonnen habe ich – ehrlich gesagt – nicht freiwillig. Sondern im Rahmen eines Schulprojektes.

Mit dem Thema Serienmörder habe ich mich das erste Mal aktiv auseinandergesetzt, als ich vier Stunden im Bus neben meiner besten Freundin festsaß. Und besagte beste Freundin war damals schon besessen von dem Kribbeln, der Gänsehaut und der Spannung. So verbrachten wir diese Busfahrt mit Podcasts. Über Mord. Über Gewalt. Über Missbrauch.

Nun habe ich gedacht, es gibt vielleicht ein paar von Euch da draußen, die genau so eine Liebe fürs Lesen haben wie ich, und gerne Gänsehaut spüren. Für all die schreibe ich hier.

Ted Bundy – Schuld verspürte er keine

24.11.1946 – 24.01.1989

Ted Bundy ist einer der bekanntesten – wenn nicht sogar DER bekannteste – Serienmörder der USA. Seine Mord- und Vergewaltigungsserie begann – und endete – in den 70ern.

Ted Bundy, Juli 1978 in Florida

Als im Jahre 1974 immer mehr junge Frauen – vorwiegend Studentinnen – in Washington verschwanden, verdächtigte noch niemand den jungen, gutaussehenden und höflichen Jura-Studenten. Zu seinen ersten Opfern gehörten die 21-jährige Lynda Healy (verschwand am 31.01.1974), die 19-jährige Donna Manson (12.03.1974), die 18-jährige Susan Rancourt (17.04.1974) und die 22-jährige Roberta Parks (06.05.1974), Brenda Ball (01.06.1974) und Georgann Hawkins (11.06.1974), doch anfangs wurden die Fälle noch nicht in Verbindung gebracht. Erst als zwei Zeugen einen ähnlich aussehenden Mann beschrieben haben, der an den Tatorten war und junge Frauen um Hilfe bat, wurde schnell klar, dass es sich um ein und denselben Täter handelte.

„Die Beweise sind da. Sucht nach ihnen.“

Ted Bundy
Das war Bundys Fahrzeug, mit denen er seine Opfer entführte.

Doch die Polizei kam mit den Ermittlungen nicht weiter. Bis zum 14. Juli 1974, als zwei junge Frauen (Janice Ott und Denise Naslund) von derselben öffentlichen Veranstaltung in einem Park verschwanden und nie wieder lebendig gesehen wurden. Und auch hier beschrieben Zeugen denselben jungen Mann, nachdem bereits gesucht wird, einer der Zeugen hörte, dass der vermeintliche Täter sich alt „Ted“ ausgab. Auch hier fiel ein Hinweis auf Ted Bundy, doch dieser wurde nicht wirklich ernst genommen und schnell verworfen – er war ja ein junger, engagierter und fleißiger Jurastudent…

Keines der Mädchen kehrte (lebendig) zurück. Keine Leichen wurden gefunden. Bis Anfang September. Jäger fanden menschliche Knochen in einem Waldgebiet. Diese wurden als Janice Ott und Denise Naslund identifiziert. Einige Meter entfernt wurden Überreste von einer unbekannten Frau gefunden. In derselben Bergregion wurden im März 1975 Körper- (oder eher Knochen-)teile von Brenda Ball, Susan Rancourt, Roberta Parks und Lynda Healy gefunden.

Dann endete die Mordserie in Washington. Ted Bundy wechselte an die Universität nach Utah. Und dort verschwanden wieder junge, hübsche Frauen. Zuallererst die 16-jährige Nancy Wilcos am 02.10.1974, dann die 17-jährige Melissa Smith am 18.10.1974 und als nächstes die 17-jährige Laura Aime am 31.10.1974. Die 19-jährige Carol DaRonch berichtete später der Polizei, dass sie am 07.11.1974 von einem Mann in Uniform angesprochen wurde. Er nahm sie nach einem angeblichen Diebstahl in ihrem Auto in seinem Wagen mit auf die Wache. Doch plötzlich bog er auf eine unbefahrene Seitenstraße ein. Carol wurde panisch, ihr gelang es aus dem Auto und rangelte mit dem Mann. Glücklicherweise fuhr gerade ein Fahrzeug die Straße entlang, mit diesem sie flüchten konnte. Am selben Tag verschwand Debra Kent.

Weiter ging die Mordserie in Colorado: Am 12.01.1975 verschwand Caryn Campbell, am 15.03.1975 Julie Cunningham und am 06.04.1975 die 25-jährige Denise Oliverson.

„Ich meine, es gibt so viele Menschen. Da sollte das doch kein Problem sein. Was ist schon eine Person weniger auf der Erde?“

Ted Bundy

Ted Bundy wurde nur durch Zufall verhaftet. Er fuhr am 16.08.1975 zu schnell und wurde deshalb angehalten. Dort wurden Polizisten sofort stutzig – sie fanden Seidenstrumpfhosen, eine Skimaske, Handschellen etc. Carol DaRonch bestätigte auf den Verdacht der Officers, dass es sich bei Bundy um ihren Entführer handelte. Er wurde wegen Entführung und versuchten Mordes schuldig gesprochen und für 15 Jahre verurteilt.

Es wurden immer mehr Hinweise gefunden, die ihn in Verbindung mit weiteren vermissten Mädchen brachten. Während einer Gerichtsverhandlung, in der es um den Mord an Caryn Campbell ging, gelang es Ted Bundy, durch ein Fenster in der Bibliothek zu entkommen. Nach 7 Tagen in den Bergen wurde er wieder gefasst.

Ted Bundy, 1979

Die zweite versuchte Flucht dauerte etwas länger: Im Dezember 1977 schaffte er es aus seiner Gefängniszelle durch ein Loch in der Decke. Am 15.02.1978 wurde er wieder festgenommen – in dieser Zeit verübte er mindestens drei Morde in Florida. Ende Februar wurde er wegen drei Morden zum Tode verurteilt.

Während er auf seine Hinrichtung, die von seinen Anwälten immer wieder hinausgezögert wurde, wartete, bekam er wegen der Schuld an einem weiteren Mord nochmals die Todesstrafe. Während dieser Verhandlung heiratete er Carole Ann Boone, mit der er acht Jahre verheiratet blieb und eine Tochter – Rosa – hatte. Carole war schlussendlich die einzige Person, die fest an Bundys Unschuld glaubte.

Am 24.01.1989 wurde Theodore Robert Bundy am elektrischen Stuhl im Florida State Prison hingerichtet. Am Tag zuvor gestand er erst zahlreiche weitere Morde.


Seine Taten waren extrem grausam, brutal und boshaft. Er hatte ein eindeutiges Muster: Die Opfer wurden von ihm zu seinem Wagen gelockt (er brauchte z.B. Hilfe beim Büchertragen etc.), dann brachte er sie an einen abgelegenen Ort. Dort schlug, würgte und vergewaltigte sie. Anschließend erschlug oder -drosselte er seine Opfer, sodass sie starben. Weiters zerhackte er die Leichname in einzelne Teile und verstreute sie an einem weiter entfernten, wieder abgelegenen Ort.

Schlussendlich hatte Bundy 30 Morde gestanden, Ermittler und Polizisten schätzen seine Opferzahl aber auch mindestens 60 bis 100 junge Frauen.

Mittlerweile gibt es mehrere Filme und Serien über Ted Bundy. Er genoss schon immer die Aufmerksamkeit, die er durch seine Taten bekam. Dies befriedigte ihn. Denn Schuld verspürte er keine.

Quellen:

Netflix: Conversations With A Killer – The Ted Bundy Tapes

https://de.wikipedia.org/wiki/Ted_Bundy#Beginn_der_Mordserie_in_Washington_und_Oregon

https://beruhmte-zitate.de/autoren/ted-bundy/


Yang Xinhai – „The Monster Killer”

Der Mörder Yang Xinhai, geboren am 17. Juli 1968 in Zhangjia, China, ermordete im Laufe seines Lebens über 60 Menschen und Vergewaltigte mindestens 23 Frauen. Er ging als einer der extremsten chinesischen Serienmörder der Geschichte ein.


Yang Xinhai war der jüngste von vier Kindern. Seine Familie war sehr arm und lebte nur in einer strohgedeckten Hütte. Sein Vater beschrieb Yang Xinhai als Kind als klug, fleißig und auch zart besaitet. Er habe in seinen jungen Jahren nicht einmal ein Huhn schlachten können, sondern malte lieber Bilder. Wie konnte es dazu kommen, dass einst so braver Junge zu einem der schlimmsten Serienmörder Chinas wurde?

Ab 1985 besuchte Yang Xinhai ein Internat, welches 30km von seinem Zuhause entfernt war. Er musste sich jedoch selber um seine Verpflegung kümmern und daher, dass er so arm war, musste er sich sein Essen aus Wildgemüse und Wurzeln zubereiten. Als er dann 17 Jahre alt wurde, hielt er den Hunger nicht mehr aus und schloss sich Wanderarbeitern an. Er arbeitete von da an wo auch immer er Geld verdienen konnte, in Kohleminen , auf Baustellen und so weiter. So kam er zu essen, die Armut konnte er jedoch nie besiegen. Er lebte in Zelten und beging Diebstähle weshalb er 1988 im Alter von 20 Jahren zum ersten Mal ins Gefängnis musste und in ein Arbeitslager geschickt wurde. Seine einziger Lichtblick war eine Frau, die ihm versprochen hatte ihn zu heiraten.

Als er drei Jahre später im Jahre 1991 aus dem Arbeitslager entlassen wurde, musste er feststellen das seine Freundin einen anderen heiratete. Auf dies hin verließ er sein Dorf. Er führte sein Leben mit Diebstählen, Einbrüchen und sogar Schlägereien fort. Er wurde erneut inhaftiert. Nachdem er freigelassen wurde, musste er 1996 wieder in ein Arbeitslager, da er Frauen vergewaltigt hatte. Im Jahre 1999 wurde er nach nur 3 Jahren von seiner eigentlich fünf Jahren langer Haftstrafe vom Gefängnis entlassen. Das einzige was er jetzt noch wollte war Rache. Er war bereit zu töten.

Er fuhr mit seinem Rad innerhalb von 3 Jahren von Dorf zu Dorf, durch ganze vier Provinzen. Man kann wirklich sagen, dass dies nix anderes als eine Amok-Tour war. Er drang in abgelegene Bauerhöfe ein und tötete ganze Familien, welche er Nachts überraschte und mithilfe Hämmer, Schaufeln und Äxten umbrachte. Ihm war es dabei egal ob er Männer, Frauen oder Kinder umbrachte. Das einzige was er bei den Frauen anders machte, ist das er sie nachdem er sie getötet hatte, vergewaltigte. Er führte auch ein Tagebuch. Seinen ersten Mord begann er in einem Alter von 32 Jahren.

Yang Xinhai wurde bei polizeilichen Routinekontrolle am 3. November 2003 gefasst. Er wurde mitgenommen, da er sich nervös verhielt. Man konnte schnell feststellen, dass er in vier Provinzen wegen Mordes gesucht war. Ihm wurden 67 Morde und 23 Vergewaltigungen nachgewiesen, welche er auch alle zugegeben hat. Auf die Frage wieso er seine Taten begangen hatte, sagte er nur: „Ich hatte ein Bedürfnis. Dieses inspirierte mich, weiter zu töten. Es war mir egal, ob sie verdienten zu leben oder nicht …. Ich habe keinen Wunsch, Teil der Gesellschaft zu sein. Die Gesellschaft ist mir egal.“


Am 1. Februar 2004 wurde er zum Tode verurteilt und am 14. Februar 2004 wurde er durch einen Genickschuss hingerichtet.

Jeffrey Dahmer – The Handsome Killer

Dieser Mann gilt als einer der Schlimmsten Serienmörder der Neuzeit. Sein Name steht für Verstümmelung, Leichenschändung und Kannibalismus. Seine Taten waren so schrecklich und widerwertig, man musste ihn für einen Wahnsinnigen oder vom Teufel besessenen halten, doch wenn man mit Jeffrey damals sprach, entstand ein völlig anderer Eindruck. Er war nett, charmant, gutaussehend und witzig, so konnte er die Menschen mit Leichtigkeit täuschen. Seine Arbeitskollegen ahnten nicht, dass er in Wirklichkeit ein gewalttätiger Mann war und genau das machte Dahmer so gefährlich, man schätzte ihn nicht als brutal ein.

Jeffrey Lionel Dahmer wurde 1960 in Milwaukee geboren und wuchs in Bath/Ohio auf, ein ganz normales Kind. Er wurde in seiner Kindheit weder misshandelt, noch missbraucht. Seine Mutter aber litt unter schweren Depressionen und kümmerte sich daher nur sehr selten um ihre Kinder. Dahmers Vater war ein sehr intelligenter Chemiker, der kaum Zeit für die Familie hatte, weil er sehr viel arbeitete. Die bröckelnde Ehe seiner Eltern war der Grund, warum Jeffrey ein eher zurückgezogener und introvertierter Junge war.

Der kleine Jeff entwickelte ein Interesse für Tiere, doch anders als andere Kinder. Als er 7 oder 8 war fand er ein Eichhörnchen, das schon halb verwest war und nahm es auseinander, um das Tier zu betrachten. Wenn er am Straßenrand ein überfahrenes Tier sah, zum Beispiel einen Waschbären oder einen Hund, wollte er wissen, wie diese Tiere von innen aussahen. Deshalb sammelte er sie ein, nahm sie mit nachhause und sezierte sie. Seine Faszination verließ ihn auch im erwachsenen Alter nicht, doch irgendwann ersetzte er die Tiere durch Menschen.

In der Schule hatte es der Junge auch nicht leicht. Er wurde sehr oft gehänselt und verprügelt. Einmal war er auf dem Weg nachhause, als ihm drei Oberstufenschüler in der Dunkelheit auflauerten. Er hatte Angst, dass gleich etwas passiert und in dem Moment zogen sie ihm mit dem Schlagstock eins über und ließen ihn dort liegen. Jeff fing an zu trinken, weil es für ihn die einzige Möglichkeit war, vor seiner sexuellen „Verwirrung“ und seinen Fantasien zu flüchten.

Mit 14, als er in der Pubertät war, knutschte er mit einem Jungen aus der Nachbarschaft und er stellte fest, dass er sich zu Jungs hingezogen fühlte. Jetzt träumte er von Sex mit toten oder bewusstlosen Männern. Er habe einmal ein Bild von einem, bei einem Motoradunfall, verunglückten, jungen Mann gesehen, in den er sich sofort verliebte. Er ging auf die Beerdigung des Mannes, um den Leichnam zu sehen.

Nach der endgültigen Trennung seiner Eltern blieb Dahmer ganz allein. Ihm blieben nur noch seine Fantasien. So kam es damals zum ersten Mord. Als Dahmer die Straße entlang fuhr sah er den, so nannte er ihn, Anhalter seiner Träume. Es handelte sich um den 16-jährigen Steven Hicks, der zu einem Sommerfestival wollte. Trampen war in Ohio in den 70er Jahren Gang und gebe. Hicks ahnte aber nicht, zu wem er ins Auto stieg.

Dahmer nahm den jungen Mann mit nachhause. Dort tranken sie Alkohol und waren ein wenig angetrunken. Als der Junge gehen wollte, lies Jeffrey ihn nicht. Er wollte, dass er blieb, weil er so einsam war, also hielt er ihn fest. Es kam zu einer Rangelei und Jeff schnappte sich eine Hantel und schlug dem 16 Jahre alten Steven mehrmals auf den Kopf. Er sagte er hätte nicht vorgehabt, ihn zu töten, er wollte ihn einfach nur bei sich haben. Anschließend zerstückelte Dahmer die Leiche und verteilte sie auf mehrere Müllsäcke. Er lud sie auf seinen Wagen und war auf dem Weg zur Müllhalde als ihn die Polizei wegen eines Verkehrsvergehens anhielt. Der Polizist schrieb ihm einen Strafzettel aus und als er wieder zurückkam, um ihn Dahmer auszuhändigen, leuchtete er mit seiner Taschenlampe in den Wagen und erkannte die Müllsäcke auf der Rückbank. Als er ihn fragte, was in den Säcken drinnen war, meinte Dahmer, es wäre altes Zeug und er wäre sowieso auf dem Weg zur Müllhalde. Es blieb beim Strafzettel für das Überfahren der Mittellinie.

In den nächsten Tagen schaute er immer wieder in der Zeitung nach, ob der Junge als vermisst gemeldet wurde, doch es war nichts zu finden. Von da an war ihm eines klar, er kann schwul sein und seine One-Night-Stands sogar umbringen, ohne dass es je einer merken würde. Ab diesem Zeitpunkt fing alles an und ihn konnte keiner mehr aufhalten.

Unfähig, soziale Beziehungen einzugehen und von seinen Fantasien angetrieben, ging Dahmer in die Schwulensauna. Dort nahm er seinen jeweiligen Partner mit in die Umkleide und flößte ihm Drogen ein.

Das zweite Opfer brachte Dahmer in einem Hotelzimmer um. Er hatte den 27jährigen Steven Tuomi in einer Kneipe kennengelernt und verabreichte ihm, als sie bei ihm im Hotelzimmer tranken, eine Mischung aus Alkohol und Drogen. Er selbst war auch im Alkoholrausch und konnte sich an nichts mehr erinnern, als er Tuomi am Morgen tot neben sich liegen sah. Er ging ins nächste Einkaufszentrum und besorgte sich einen großen Koffer. Als er den Koffer mit Steven Tuomi als Inhalt in ein Taxi verladen wollt half ihm der Fahrer und fragte, warum der Koffer denn so schwer war du ob er eine Leiche drinnen verstecke. Er fragte ihn, woher er das denn wisse und beide lachten.

Und so ging es weiter. Manchmal verginge Monate oder Wochen, manchmal aber nur wenige Tage zwischen den Morden. Nachdem Dahmer im April 1988 bereits vier Männer getötet hatte, machte er einen großen Fehler. Sein fünftes Opfer entkam. Der Junge alarmierte die Polizei und Dahmer wurde wegen sexueller Belästigung des 13-jährigen verurteilt. Da weder Polizei noch Staatsanwaltschaft von seiner Mordserie wussten, wurde Jeffrey nur zu 12 Monaten Haft verurteilt.

Manche von Dahmers Opfern waren Homosexuelle, andere nicht. Sein Trick war oft derselbe, er bot ihnen an sie in seiner Wohnung zu fotografieren. Dort mixte er ihnen K.O.-Tropfen in den Drink und hatte die totale Kontrolle über seine Opfer, was ihm sehr gefiel. Er sagte einmal, kaum hätte er die Tür hinter sich verriegelt und die Person eingeschlossen, spürte er Aggressivität und Macht, was ihn sehr erregte. Er legte seinen Kopf auf den Brustkorb der Männer und lauschte wie ihr Herzschlag sich änderte. Er wusste genau, wie sich die Atmung veränderte, wenn die Betäubung der Droge nachließ, dann war es Zeit das Opfer umzubringen. Er hatte Oralsex mit seinen Opfern nachdem er sie tötete. Dann zerstückelte er sie und bewahrte die Teile, die ihm gefielen, oft wochenlang in seiner Wohnung auf.

Seine Leidenschaft wurde mit der Zeit überwältigend. Um die Perfekte Befriedigung zu haben musste er aber immer wieder neues ausprobieren. Erst genügten ihm Pornografische Aufzeichnungen von Männern. Dann Sex mit Männern aus der Sauna, bis es er die Männer umbrachte und auch mit den Leichen Sex hatte. Am Schluss war ihm das auch nicht genug und er musste die Menschen essen, mit denen er Sex hatte.

Jeffrey Dahmers Mordserie wurden am 22. Juli 1991 aufgedeckt. Polizeibeamte durchsuchten seine in Wohnung in Milwaukee, nachdem ein weiteres Opfer, Tracy Edwards, fliehen konnte und ihn anzeigte. Beweise fand man genug: Bei der Durchsuchung der Wohnung wurde ein menschlicher Kopf im Kühlschrank, abgehackte Hände in einem Kochtopf, 3 Köpfe in einer Gefriertruhe und 5 Totenschädel in einem Regal gefunden. Weiterhin fand man ein Fass, welches mit Chemikalien gefüllt war und die Reste von 3 Körpern barg.

Dahmer wollte aus den gesammelten und konservierten Knochen und Schädeln, einen Schrein bauen. Insgesamt tötete er zwischen 1978 und 1991 17 Menschen. Einige seiner Opfer versuchte er zu Zombies zu machen, indem er ihnen mit einer Bohrmaschine ein Loch in den Kopf bohrte und es dann mit Säure füllte. Zwei der Opfer waren bei dieser Prozedur noch am Leben.

Jeffrey Lionel Dahmer wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt und im Gefängnis, im Herbst 1994, von einem Mitgefangenen erschlagen, während er die Toiletten reinigte. Das Mordinstrument war dasselbe, das er auch für den Mord seines ersten Opfers verwendete, eine Hantel. Zufall?

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Dahmer

https://www.thoughtco.com/profile-of-serial-killer-jeffrey-dahmer-973116

Mehr Serienmörder oder Lügner?

Henry Lee Lucas (1936 – 2001)

Henry Lee Lucas

Henry Lee Lucas wuchs in Virginia in ärmlichen Verhältnissen auf: Sein Vater war Alkoholiker und seine Mutter, die Prostituierte war, schlug ihren Sohn und zwang ihn, ihr bei ihrer Arbeit zuzusehen. Ein Freund von ihr zeigte ihm schon im frühen Alter, Tiere zu töten und Sex mit ihnen zu haben. Später wurden im Gefängnis bei einem Gehirnscan Schäden durch ein Schädelhirntrauma erkannt, die für die Bereiche Gefühle, Emotionen und Empathie zuständig sind. 1960 wurde er schon wegen dem Mord an seiner Mutter ins Gefängnis gebracht.

Alles begann – oder endete – im Jahr 1979: In Montey County, Texas, wurde die 82-jährige Kate Ritch vermisst. Lucas wohnte eine Zeitlang bei ihr. Kurz darauf wurde außerdem die 15-jährige Frida Loraine „Becky“ Powell vermisst gemeldet, Henry war ihr Freund. Er wurde also festgenommen und befragt, zeigte sich als sehr gesprächig und gab dann schlussendlich die Taten per Zettel zu:

Kate erstach er, anschließend vergewaltigte er die Leiche und verbrannte sie.

Becky erstach er ebenfalls, hatte anschließend Sex mit ihr und zerstückelte sie danach. Die einzelnen Körperteile verpacke er z.B. in Kissenbezüge und vergrub sie.

Dann kam die 1. Gerichtsverhandlung. Plötzlich gestand Lucas weitere Morde im ganzen Land:

„Was ist mit den anderen 100 Frauen, die ich getötet habe?“

Henry Lee Lucas bei der 1. Gerichtsverhandlung

Schlussendlich wurde er für den Mord an Becky lebenslänglich verurteilt.

Im Gefängnis zeichnete er seine angeblichen Opfer inklusive Notizen über die Todesart, Kleidung etc. Unter anderem wurde ihm eine Mordserie an der Interstate 35, die bisher ungeklärt war, zugeschrieben und er in eine Hochsicherheitszelle im Gefängnis in Georgetown, Texas.

„Wenn ich töte, werde ich wie ein Gefrierschrank – ganz kalt.“

Henry Lee Lucas über das Töten

Er brachte seine Opfer mit allen möglichen Mitteln um – er erschlug sie, vergewaltigte sie (vor und nach dem Tod), erstach sie, erschoss sie, kreuzigte sie, würgte sie… – nur Gift benutzte er bei seinen Morden nie. Ab 1979 sei das Morden ein Impuls und ganz automatisch geworden.

In Georgetown wurde die Gefängnispfarrerin Clemmie zu seiner besten Freundin, sie hörte ihm zu und war für ihn da, durch sie las er die Bibel, betete und wurde sehr gläubig. Er meinte, seine Berufung sei es, allen Familien und Angehörigen seiner Opfer Gewissheit und Frieden zu bringen, indem er Geständnisse zu den Morden ablegte. Außerdem hatte er scheinbar ein unglaubliches Gedächtnisvermögen, da er sich offensichtlich noch an Morde von vor mehreren Jahrzehnten erinnern konnte.

Verdächtig wurde die ganze Sache langsam, als Debra Sue Williamsons, die im August 1975 mit 15 Messerstichen tot aufgefunden wurde, Mord aufgedeckt wurde und Henry Lee Lucas trotzdem noch die Tat gestand.

In der Nähe von Oklahoma wurde eine Frau leblos gefunden, die nur mehr zwei knallorange Socken trug – der Fall wurde nur mehr „Die orangenen Socken“ genannt – und deren Mord Lucas ebenfalls zugab, doch nach einiger Zeit wieder abstritt – jedoch nur vor seinem Anwalt. Er hätte zu dieser Zeit im entfernten Florida gearbeitet. Er hätte ein schlechtes Gewissen wegen dem Mord an Becky gehabt und wollt sich deshalb umbringen. Doch er glaubte, bei Suizid würde er nicht zu ihr in den Himmel kommen, also nahm er diesen Mord auf sich, denn das Urteil wäre die Todesstrafe. Henry wollte sich also mit Hilfe der Justiz das Leben nehmen. Am Tag der Verhandlung machte er aber wieder einen Rückzieher und nahm seine Aussage vor dem Richter nicht zurück. Er wurde also verurteilt: Todesstrafe. Die Rangers versprachen ihm, am Leben zu bleiben, solange er ihnen half, offene Fälle zu schließen.

Insgesamt wurde er wegen 10 Morden zu lebenslänglicher Haft und einmal zum Tode verurteilt.

Der Polizei half er weiter bei der Aufklärung von vielen Morden, doch einige Familien glaubten die Geständnisse des Serienmörders nicht und forschten selbst nach. So wurde immer klarer, dass er einen Großteil seiner Taten gar nicht vollbracht haben kann, da er sich zu den Zeitpunkten oft nachweislich an einem anderen Ort aufgehalten hat.

Über die Zeit von 1975 bis 1983 gestand er hunderte Morde, zeitweise wurde von einer Opferzahl von mindestens 360 bis über 600 ausgegangen.


Doch ein Texas Ranger, Hugh Aynesworth, wurde immer misstrauischer und fand heraus, dass er viele der zugegebenen Morde nicht vollbracht hatte. Mindestens 200 Geständnisse waren unlogisch und unmöglich. Doch scheinbar wollte die Kommission der Texas Rangers – allen voran der Sheriff Jim Boutwell, die für Lucas‘ Fälle ins Leben gerufen wurde und zuständig war, nur ihre offenen Fälle schließen, einen Schuldigen finden und den Familien Frieden bereiten. Vor allem mit Boutwell hatte der Gefangene ein spezielles Verhältnis: Der Sheriff konnte ihn beruhigen und Henry tat alles, was der Ranger (hören) wollte.

Als Henry dann eigentlich alle ihm vorgelegten ungeklärten Morde bestätigte, erfand die Detektivin Linda Erwin eine Fallakte. Auch diese bestätigte der Gefängnisinsasse.

Ein Schwurgericht in Weyko wollte herausfinden, ob er wirklich der Serienmörder ist, der gesucht wird. Ab diesem Zeitpunkt streitet er ab, alle 600 bereits gestandenen Morde vollbracht zu haben: „Ich dachte, ich hätte Menschen getötet, dabei habe ich das möglicherweise nicht!“ – bis auf den Mord an seiner Mutter, an Kate Ritch und an seiner Becky, die das einzige Mädchen gewesen sein soll, das er geliebt hat.

„Ich akzeptiere Dinge, die gar nicht zu mir passen – und ich habe keine Kontrolle mehr darüber.“

Henry Lee Lucas über seine Geständnisse

Henry Lee Lucas war geistig sehr krank. Er wurde von Sheriff Boutwell manipuliert. Im Gefängnis wurde der Mörder auf Konfibulation, also Gedächtnisstörung, positiv getestet. Die Patienten dieser Krankheit haben viele Gedächtnislücken und setzen in diese einfach ihnen logische Schlussfolgerungen als anscheinende Erinnerungen ein, von dem sie ausgehen, dass das ihr Gegenüber hören will.

Im Juni 1998 sollte sein Tod mit der Giftspritze stattfinden, doch der damalige Governeur Bush begnadigte ihn, da der Fall der Orangenen Socken neu unter die Lupe genommen wurde und es Zweifel an Lucas‘ Schuld gab. Immer mehr „seiner“ Fälle wurden neu aufgerollt und zu dieser Zeit neu erfundene DNA-Tests durchgeführt. Bei immer mehr Opfern stimmte die DNA nicht mit der von Henry zusammen.


Im Juni 2001 starb Henry Lee Lucas an einem natürlichen Tod im Todestrakt in Georgetown. Bei seiner Beerdigung wurde ein Brief von ihm vorgelesen, in dem er sich für all die Lügen entschuldigte.

Auch nach seinem Ableben wurde noch weiter geforscht. Nach heutigem Stand können ihm nur mehr die Morde an seiner Mutter, Kate Ritch und seiner Freundin Becky mit Sicherheit zugewiesen werden.

Henry bekam von den Texas Rangers und Sheriff Boutwell oft so viele Informationen vor seinem Geständnis, dass er ganz einfach die wenigen Lücken selbst mit Logik füllen konnte und so die Morde auf sich nahm. Auch wenn der Großteil seiner gestandenen 600 Fälle nicht mehr wiedereröffnet wurden, konnte doch in einigen Morden der wahre Schuldige und somit Lucas‘ Unschuld festgestellt werden.

Henry Lee Lucas ist also kein Massenmörder, sondern ein unglaublicher Lügner, der mit seinem niedrigen IQ von 89 die Texas Rangers, die viel zu sehr auf das Schließen ihrer offenen Akten fixiert waren, hinters Licht. Er wurde vor allem von Boutwell massiv unter Druck gesetzt und wollte diesen nur zufrieden machen, indem er alles sagte, was der Sheriff wollte.

Letzte Posts:

Quellen:

Serie „Die Geständnisse eines Mörders“ (Original: The Confession Killer“ von und auf Netflix, 2019)

Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lucas-henry-lee.jpg

Jack Unterweger

Jack Unterweger – ein Name bei welchem eigentlich jedem von uns ein Schauer über den Rücken laufen sollte. Der bereits seit 25 Jahren verstorbene Österreicher war nicht nur beliebter Autor sondern er hat auch mutmaßlich 11 Prostituierte umgebracht, unter anderem auch in Lustenau.


Johann „Jack“ Unterweger wurde am 16. August 1950 geboren. Er war Sohn einer Prostituierten, die nach seiner Geburt ins Gefängnis musste und einem US-Soldaten, weshalb er bei seinem Großvater aufwuchs. Dieser beging des Öfteren Diebstähle und hatte auch Prostituierte zu besuch. Jack fiel schon in Jugendjahren aufgrund von Diebstählen und Gewaltdelikten gegen Frauen auf.

Seinen ersten Mord begeht er im Jahre 1974 in Hessen, Deutschland. Er besucht dort eine Freundin von ihm. Sie brauchen Geld, weshalb sie beschließen jemanden auszurauben. Das Opfer ist eine Bekannte seiner Freundin, die 18 Jährige Magret Schäfer. Sie fahren mit ihr im Auto in einen Wald. Während Jacks Freundin im Auto bleibt, zwingt Jack Unterweger die junge Frau weiter in den Wald zu laufen, wo er sie mit ihrem eigenen BH erwürgt und somit tötet. Für dieses Verbrechen wird er zu lebenslanger Haft verurteil.

Während er im Gefängnis sitzt beginnt er sich weiter zu bilden und holt sogar seinen Schulabschluss nach. Er war ein Vorbild Gefangener, er fängt sogar an zu schreiben. Er gründet einen eigenen Verlag und bringt eine Literaturzeitschrift heraus. Auch schreibt er ein Buch, welches den Namen „Fegefeuer oder Endstation Zuchthaus“ trägt. Es geht um seine Kindheit und Jugend, wie er in die Kriminalität abrutschte. Mithilfe von diesem Buch kann er prominente Personen auf seine Seite gewinnen, die eine Petitionen für ihn unterzeichnen, damit er freigelassen wird. Dank dieser wird er nach nur 15 Jahren und 4 Monaten Haft auf Bewährung freigelassen.

Nachdem er entlassen wurde, feiert ihn die High-Society, bei den Frauen ist er besonders beliebt. Er veranstaltet Leseabende in ganz Österreich und auch im Ausland. Er arbeitet weiterhin als Autor, schreibt aber auch Theaterstücke und bekommt Jobangebote als Journalist.

Wochen nach seiner Entlassung gibt es eine Serie von Prostitutionsmorden. Sexarbeiterinnen verschwinden in Graz, Wien und Vorarlberg (Lustenau). Die Leichen die man fand waren alle auf die gleiche Art und Weise umgebracht worden. Sie wurden in eine einsame Gegend gelockt, gefesselt und mit ihrer Unterwäsche, also Strumpfhosen oder BH, erwürgt. Der Knoten mit denen die Unterwäsche zugebunden wurde, war bei allen gleich. Zwar konnte man Beweisen das Unterweger zu den Zeitpunkten der Morde in der Nähe dieser Orte war, jedoch reichte dies noch nicht für einen Haftbefehl.

Jack Unterweger berichtet von den Mordfällen als Reporter und reist sogar nach Los Angeles um einen Podcast aufzunehmen, wo er drei weitere Frauen ermordet.

1992 wird dann ein Haftbefehl erlassen. Jack flüchtet nach Miami, wo er jedoch aufgefunden und verhaftet wird. Viele Beweise gibt es jedoch nicht. Es gibt keine Augenzeugen und er hat auch immer ein Kondom benutzt. Die Leichen wurden immer erst nach etwas längerer Zeit gefunden. Das einzige was man gefunden hat war ein Haar des Opfers von Prag in seinem Auto. An einem anderen Opfer fanden die Ermittler Fasern von einem roten Schal, welche mit dem Material von einem Schal von Unterweger übereinstimmten.

11 Morde schiebt man ihm insgesamt zu: vier in Wien, zwei in Graz, einen in Lustenau, einen in Prag und drei in Los Angeles.

Am 20. April 1994 findet der Prozess gegen Jack Unterweger statt. Sehr viele halten ihn für Unschuldig.

Am 29. Juli 1994 wird er schlussendlich schuldig gesprochen. Kurze Zeit danach begeht er Selbstmord in seiner Zelle. Er erhängt sich mithilfe von seiner Jogginghose. Der Knoten um seinen Hals war auf dieselbe Weise geknüpft wie die Schlingen, die um die Hälse der Prostituierten waren.


Jack Unterweger hatte wie so viele andere Serienmörder die Gabe Leute zu lesen und für sich zu gewinnen. Mit seiner charmanten Art konnte er immer wieder die Polizei und sogar seine engsten Freunde täuschen.

Die Ken und Barbie Killer – Paul B. und Karla H.

Wenn die gefundenen Videoaufnahmen abgespielt werden, könnte man meinen es handelt sich um die harmonische Momentaufnahme eines glücklichen Paares. Doch im Nebenzimmer befindet sich die 14-järhige Leslie Mahaffy. Sie wurde bereits einmal von Bernado vergewaltigt und bevor die Nacht zu Ende ist, wird sie erneut von beiden misshandelt, anschließend brutal ermordet und in einen See geworfen. Ein Jahr später wird ihre Leiche entdeckt. Paul Bernado steht wegen des Mordes an ihr und einem anderen Teenager, Kristen French, vor Gericht. Doch Karla Homolka wird nicht beschuldigt, in einem der unglaublichsten Fälle der Geschichte Kanadas. Denn ihr Anwalt hat einen spektakulären Deal verhandelt. Blieb hier die Gerechtigkeit auf der Strecke? Dies ist der spektakuläre Fall der Ken und Barbie Killer!

Karla Homolka wächst in einer normalen und glücklichen Familie in Ontario, Kanada, auf. Die älteste von drei Kindern ist hübsch, klug und beliebt in der Schule. Mit 17 verliebt sie sich in den 22-jährigen Paul Bernado. Er ist ein hart arbeitender Junior-Buchhalter mit einer glanzvollen Zukunft. Heiligabend 1989 macht Paul ihr einen Heiratsantrag. Im Sommer 1991 heiratet die 21-jährige Karla Homolka den 26-jährigen Paul Bernado in einer märchenhaften Zeremonie, die an einem wundervollen See sattfindet. Nichts ist den beiden zu teuer und sie scheinen das perfekte Paar zu sein.

Bis zum vierten Januar 1993, als Karla Homolka mit zwei blauen Augen in der Polizeidienststelle in St. Catharines erscheint. Am nächsten Tag zeigt sie ihren Mann wegen häuslicher Gewalt an. Die Polizei in Toronto erfährt von der Anzeige und führt an, dass es Mitte 1987 zu vierzehn Vergewaltigungen und versuchten Vergewaltigungen in der Nähe Torontos gekommen ist. Bernado wurde damals von der Polizei befragt, weil seine Person zur Täterbeschreibung passte. Doch er machte sich nicht weiter verdächtig und die Ermittlungen wurden eingestellt. Als sie von der Anzeige hören, entscheidet sich die Polizei Paul Bernado genauer unter die Lupe zu nehmen.

Karla Homolka hat Angst, weil sie ein schreckliches Geheimnis versteckt. 2 Teenager Mädchen wurden im letzten Jahr als vermisst gemeldet. Eine davon ist die 14-jährige Leslie Mahaffy, die andere heißt Kristen French und ist 15 Jahre alt. Die Familie von Kristen startet eine Landesweite Suchaktion und die zwei Mädchen werden tot aufgefunden. Kristens Leiche in einem Straßengraben und die der 14-jährigen Leslie in einem See. Doch was hat Karla Homolka damit zu tun? Weiß sie, was mit ihnen passiert ist? Welche Rolle spielt ihr Mann bei der ganzen Sache?

Homolka befürchtet, dass sie wegen Beihilfe am Mord dran sein könnte, wenn ihr Mann mit den Morden in Verbindung gebracht wird. Es ist ein Verbrechen, welches eine Lebenslange Haftstrafe mit sich ziehen kann, deshalb bittet sie einen Anwalt aus ihrer Heimatstadt um Hilfe. Er sagt ihr, dass es eine Lösung für das Problem gibt, und zwar ihre Information über die zwei Morde gegen eine Strafminderung, möglicherweise sogar gegen eine komplette Freiheit, zu tauschen. Homolka erzählt ihrem Anwalt, dass Bernado zwei Mädchen ermordet und sie gezwungen hat ihr dabei zu helfen. Um ihr eine lebenslange Haftstrafe zu ersparen, schlägt ihr Anwalt ein Eingeständnis vor. Sie würde sich schuldig zur Beihilfe am Totschlag von Kristen French und Leslie Mahaffy bekennen. Für beide Fälle sollte sie jeweils 5 Jahre bekommen aber nur unter der Bedingung, dass sie der Polizei die ganze Wahrheit erzählt. Homolka ist damit einverstanden, der Polizei alles zu berichten und gegen ihren Mann auszusagen.

Während dem Prozess, um das Urteil Bernados wird eine weitere Entdeckung gemacht. Homolka und Bernado haben die Vergewaltigung und Misshandlung ihrer jungen Opfer aufgezeichnet und die Bilder wurden gefunden. Die Bänder lassen keinen Zweifel daran, dass Bernado ein Brutaler Vergewaltiger ist. Paul Bernado wird festgenommen und wegen der Entführung, Vergewaltigung und dem Mord an den beiden Mädchen angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Wie vereinbart wird Karla Homolka zu lediglich 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Juli 2003 war es dann soweit: Nach 10 Jahren wurde Karla Homelka entlassen. Im Gefängnis hat sie Psychologie studiert und Französisch gelernt. Mit 35 Jahren konnte Karla Homolka nun ein neues Leben anfangen, bekam 2007 einen Sohn und lebt nun mit ihrem jetzigen Ehemann auf der westindischen Insel Guadaloup. Paul Bernado wird wahrscheinlich im Gefängnis sterben.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karla_Homolka

https://www.stern.de/panorama/stern-crime/-ken-und-barbie—dieses-serienkillerpaar-ist-kanadas-grosses-trauma-7702834.html

The Dating Killer – Rodney Alcala

(1943 – heute)

Rodney Alcala, bekannt als The Dating Killer, ist ein US-amerikanischer Serienmörder, der 1943 in Mexiko geboren wurde und bei dem schon früh eine Dissoziale Persönlichkeitsstörung, eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung und eine Borderline-Persönlichkeitsstörung festgestellt wurden.


Alles begann im Jahr 1968 in California, als er die achtjährige Tali Shapiro, die auf dem Weg zur Schule war, fragte, ob er sie mitnehmen soll, er kenne ja auch ihre Eltern. Doch statt zur Schule nahm Rodney sie mit zu sich in seine Wohnung. Das ganze Geschehen beobachtete zum Glück ein anderer Autofahrer und folgte ihnen. Nachdem ihm das alles sehr verdächtig vorkam, schaltete er die Polizei ein, die kurz darauf dort eintraf und nur mehr die scheinbar tote Tali in einer Blutlache fand – sie wurde scheinbar vergewaltigt und mit einer Waffe geschlagen. Nachdem sie aber wie durch ein Wunder überlebte, war vom 25-jährigen, allseits beliebten Kunststudenten keine Spur mehr zu finden. Er war verschwunden.

Im Jahr 1971 sahen zwei Mädchen in New Hampshire zufällig ein Plakat, auf dem Alcala gesucht wurde. Die beiden kannten ihn, jedoch als ihren Betreuer in einem Kunstcamp im Sommer: John Berger. Er wurde schnell gefasst und nach California zurückgebracht, wo Talis Eltern ihre Tochter aber nicht aussagen ließen, da die Familie mittlerweile ein neues Leben gestartet hat und das Mädchen nicht re-traumatisiert werden soll. Er kam also nur wegen Körperverletzung ins Gefängnis und wurde schon nach 34 Monaten entlassen, da Gutachter ihn für rehabilitiert hielten. Doch nur nach zwei Monaten in Freiheit schlug er ein weiteres Mal zu.

1974 wiederholte sich quasi das Geschehen, nur diesmal war die neunjährige Julie sein Opfer: Er nahm sie mit, zwang sie Marihuana in einem Park zu rauchen und versuchte, das Mädchen zu küssen. Glücklicherweise kam die Polizei rechtzeitig vorbei. Alcala kam wieder ins Gefängnis. Im Jahr 1977 wurde er wieder entlassen. Rehabilitiert.

Er kam 1978 zurück nach Los Angeles.

Sein nächstes Opfer war die 21-jährige Gill Parento, die 1979 tot in ihrem Appartement gefunden wurde. Sie wurde geschlagen, vergewaltigt und erwürgt und sofort mit Rodney in Verbindung gebracht. Da es aber zu wenig Beweise gab, wurde die Anklage wieder fallengelassen. Erst 2003 konnte bestätigt werden, dass er die junge Frau ermordet hatte.

Nur wenige Wochen später, bei einer Feuerwehrprobe, wurde ein Skelett gefunden. Kopf und Hände wurden vom restlichen Körper abgetrennt. Es gab Anzeichen darauf, dass das Mädchen geschlagen wurde: Die Leiche war die 12-jährige Robin Samsoe, die nur sechs Tage zuvor verschwand. Mit ihrer Freundin wurde sie am Strand von einem Mann angesprochen, der Fotos von ihnen machen wollte. Zu der Zeit war Rodney durch eine Skizze leicht zu identifizieren und zu finden. Er hatte außerdem kein Alibi und war zufällig gerade beim Frisör, er kam in Untersuchungshaft. Seine Freundin Beth erzählte zudem, dass er gerade vor wenigen Tagen seinen Autoteppich entfernte. Da bei einer Hausdurchsuchung nichts gefunden wurde, überwachte ihn die Polizei. Bei einem Besuch seiner Schwester im Gefängnis, überhörte die Polizei Alcala, wie er sie um einen Gefallen bat: Sie solle nach Seattle, Washington, fahren und sein Schließfach dort leeren, bevor die Polizei es entdecke. Natürlich waren die Beamten schneller und was sie fanden, war schockierend.

Eine riesige Sammlungen von Fotos. Darauf abgebildet: Frauen, Mädchen und auch Jungen. Und dazu noch eine ganze Kollektion an Ohrringen, darunter die von Robin, was ihre Mutter bestätigte.

Auf einem Foto, das am selben Ort entstand, an dem Robin verschwand, war die 15-jährige Monique Hoyt. Nach ihr wurde also gesucht. Glücklicherweise entkam der Teenager Rodney, nachdem er sie und ihre Freundin fragte, ob er nicht Fotos von ihnen machen dürfe.


1979 wurde er zum ersten Mal zur Todesstrafe verurteilt. Er beantragte eine Annulation des Urteils, was auch durchging.

1868 kam es zur erneuten Verhandlung, bei der er zum zweiten Mal zum Tode verurteilt wurde. Erneute Annulation.

Im Jahr 2003 wurden – nach bereits 24 Jahren Gefängnis – mit Hilfe von neuen Technologien DNA-Spuren untersucht, die den Dating Killer mit vier weiteren Morden in Verbindung brachte:

Im Jahr 1977 tötete er die 19-jährige Jill Barcomb und Georgia Wixted, 27, im darauffolgenden Jahr Charlotte Lamb und Jill Parenteau, mit deren Tod er früher schon in Verbindung gebracht worden war.

2010 wurde er wegen der fünf bekannten Fälle endgültig zum Tode verurteilt. Bei dieser endgültigen Verhandlung sagte Tali Shapiro aus. Dort zeigte Alcala, der sich selbst verteidigte, ein Video von sich bei einer Dating-Show, welche er gewann.

Drei Jahre später wurde er abermals verurteilt:

1971 wurde Cornelia Crilley tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie wurde von Alcala geschlagen, vergewaltigt und erwürgt, genau so wie 1977 die 23-jährige Ellen Hover.

Er steht auch noch mit weiteren Fällen als Hauptverdächtiger in Verbindung, kann aber wegen mangelnder Beweislage nicht verurteilt werden.

Rodney Alcala sitzt mit Demenz im San Quentin State Prison in California und wird wohl bis zu seinem Tod dort bleibe.

Quellen:

Podcast crimejunkie: SERIALKILLER Rodney Alcala

https://de.wikipedia.org/wiki/Rodney_Alcala

Werner Ferrari

In den 80er Jahren schockierte eine unheimliche Serie von Kindermorden die Schweiz. 1989 konnte die Bevölkerung endlich aufatmen. Der 49-jährige Werner Ferrari gab zu 4 Kinder getötet zu haben. Sein Gesicht brannte sich tief ins Gedächtnis der Schweizer ein. Im April 2007 stand der gleiche Mann wieder vor Gericht. Wie viele Kinder brachte Ferrari wirklich um? Was trieb ihn an?

Im Schweizer Kanton Aargau wohnte Werner Ferrari und hatte 1971 schon einmal ein Kind getötet, den 10jährigen Daniel Schwan. 1979 war er aus dem Gefängnis entlassen worden, vergewaltigte und ermordete aber weitere Kinder. Vier Morde, die an Benjamin Egli, Daniel Sutter, Christian Widmer und Fabienne Imhof gestand er zuerst, widerruf diese jedoch später.

Die Polizei verhaftete ihn 4 Tage nach dem Mord an Fabienne. Die ersten Einvernahmen der Kantonspolizei verliefen zäh. Dies änderte sich als Wachmeister Kurt Amsler den Täter verhörte. Er meinte, bei der ersten Begegnung stünde er vor einem schüchternen, verschlossenen und ablehnenden Menschen. In der späteren Phase lernte er ihn dann kennen, so Amsler. Wer ist dieser Mann also?

Protokolle unterschrieb er mit zwei unterschiedlichen Namen. Einmal nannte er sich Werner, einmal Marko. Marko Ferrari war umgänglich gewesen und hatte auf Fragen Antworten gegeben, wohingegen Werner Ferrari absolut verschlossen gewesen ist und Tatsachen vehement abgelehnt hat.

Ferrari wurde 1946 geboren. Er lebte bei seinen Großeltern, bis er mit 4 Jahren ins Kinderheim kam. Die Mutter war bei seiner Geburt erst 18 Jahre alt und wollte das Kind nicht aufziehen. Später nahm die Mutter ihren Sohn für kurze Zeit zu sich. Dies war eine Zeit die Ferrari als Albtraum beschrieb. Sein Stiefvater zog ihn an den Haaren zum Waschbecken und drückte seinen Kopf ins Wasser. Er versuchte zu schreien und sich aus seinem festen Griff zu befreien. Erfolglos. Seine Mutter habe ihn nie geküsst, nicht einmal getröstet, wenn er mal geweint habe. Er wurde nur hin und hergeschoben.

Bei dem Mörder lautet die psychiatrische Diagnose schizoide Persönlichkeitsstörung. Mit dieser Störung lebt man in seiner ganz eigenen Welt, abgekapselt von der realen Welt.

Mit 16 Jahren fing seine Kriminelle Laufbahn an. Er legte Brände, verübte Diebstähle und er spielte gerne mit kleinen Kindern! Mit 18 Jahren wurde er in eine Erziehungsanstalt eingewiesen. Als 19-jähriger musste er in die psychiatrische Klinik, wo ein Gutachter ihn als kontaktarmen Einzelgänger mit Aggressionen beschrieb. Er warnte davor, dass Werner ein pädophiles Sexualverbrechen begehen könnte. Eineinhalb Jahre später wurde Ferrari aus der Klinik entlassen.

Am 6. August 1972 entführte Ferrari bei einem Dorffest den 10-jährigen Daniel Schwan. Der Bub sollte sich nackt ausziehen und begann logischerweise zu schreien. Darauf erwürgte der Serienmörder das Kind und versteckte die Leiche im Wald. Er wurde bald verhaftet und gestand die Tat. Der Kindermörder wurde zu 12 Jahren Haft verurteilt, kam aber 1989 nach knapp 8 Jahren wieder frei. Danach lebte Ferrari zurückgezogen in kleinen 1-Zimmer-Wohnungen. Ein unauffälliges Leben könnte man meinen.

Die Wahrheit ist aber, dass er sich immnernoch zu Kindern hingezogen fühlte, besonders zu Buben. Er suchte ihre Nähe, trieb sich bei Schulen und Spielplätzen rum. 1980 begann eine unheimliche Mordserie. Quer durch die Schweiz wurden Kinder getötet oder verschwanden spurlos. Wer sucht sich wehrlose Kinder als Opfer aus, ein Serienmörder? Die Bevölkerung war entsetzt, beängstigt und mit jedem weiteren Mord stieg der Druck auf die Ermittler. Sie holten sich Hilfe aus Amerika. FBI-Spezialisten sollten helfen, den Mörder zu finden.

Trotzdem schlug der Täter 1989 wieder zu und tötete die 11-jährige Fabienne Imhof aus dem Kanton Zürich. Erst nach diesem Mord führte die Spur direkt zu Werner Ferrari und er ist gefasst worden.

Nach und nach gab der Mörder mehrere Taten zu, zum Beispiel den Mord an Benjamin Egli, Daniel Suter und an Christian Witmer und er gab auch zu, den Mord an Fabienne Imhof begangen zu haben.

1994 kam es zum ersten Prozess, der aber abgebrochen werden musste, da Werner Ferrari am ersten Verhandlungstag alle seine Geständnisse widerrief und behauptete, er habe nie ein Kind angerührt. Die Geständnisse habe er gegeben, da er unter massiven Druck gewesen sei Ein dreister Lügner oder nur ein kranker Mensch?

Im zweiten Prozess, etwa ein halbes Jahr später wurde Werner Ferrari wegen fünf Fällen angeklagt. Nach dem Rückzug der Geständnisse durfte das Gericht diese nur noch als Indizien verwenden. Weil weitere, klare Hinweise auf die Tat fehlten, war die Beweislage dünn.

Ein langer Prozess fand ein Ende. Werner Ferrari wurde vom Bezirksgericht für Schuldig berufen, 5 Kinder umgebracht zu haben und zu lebenslänglichem Aufenthalt im Zuchthaus beschworen. Obwohl der Mörder seine Geständnisse widerrufen hatte, sah das Gericht es als erwiesen an, dass er der Mörder gewesen sein musste. Die Indizien seien zum Teil schwach aber seine Geständnisse von früher enthielten angeblich Details, die nur der Täter wissen könnte. Werner Ferrari schrieb viele Briefe an Anwälte und ehemalige Leute, die ihn verhört hatten. Er beschrieb, wie er in den Jahren nach den Morden gelitten aber dann wieder ein Kind angesprochen und umgebracht habe, dabei aber nur Liebe wollte. Er sei neben der Leiche gesessen und habe geweint und nach seiner Mutter gerufen. Eine fast Mitleidwerte Geschichte, wenn man außer Betracht lässt, was er eigentlich angestellt hat. Könnte er die Kinder aus Eifersucht zu seiner eigenen Kindheit umgebracht haben? Kann man überhaupt sagen, dass er allein schuld an allem war oder die Menschen in seiner Vergangenheit genauso? Werner Ferrari, ein Mann mit mehreren Fassetten.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Ferrari

https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/diese-brutalen-bluttaten-haben-den-aargau-erschuettert-130959952

https://www.beobachter.ch/gesellschaft/werner-ferrari-keine-freiheit-sicht

Luis Garavito „La Bestia“

Einer der schrecklichsten Serienmörder der Geschichte ist Luis Garavito, geboren in Kolumbien im Jahre 1957, welcher bei seinem Vater, einem alkoholsüchtigen und missbräuchlichen Mann, aufwuchs. Er vergewaltigte, folterte und ermordete Kinder zwischen acht und sechzehn Jahren in Kolumbien, sowie auch in Ecuador und Venezuela im Zeitraum von 1992-1999. Die nachgewiesene Opferzahl liegt bei 138, man vermutet jedoch, dass die Zahl seiner Opfer über 300 geht.


Luis Garavito war das erste von 8 Kindern. Er wuchs in missbräuchlichen und gewalttätigen Umständen auf. Sein Vater schlug nicht nur ihn und seine Geschwister, sondern auch die Mutter. Die Kinder durften abgesehen von der Schule nicht aus dem Haus. Garavito gab aber auch zu, dass er seine jüngere Geschwister im Schlaf belästigte. Er zeigte schon in jungen Jahren aggressives Verhalten und sollte schon im Alter von 12 Jahren einen Vogel auseinander gerupft haben. Jedoch wurde er im Alter von 12 Jahren wiederholt von einem Freund seines Vaters vergewaltigt und von ihm ans Bett gefesselt und gefoltert. Auch von seinem Nachbar wurde Garavito im Alter von 15 Jahren vergewaltigt.

Mit 16 Jahren zog Luis Garavito aus und war auf sich alleine gestellt, depressiv und alkoholsüchtig. Er verlor immer wieder seinen Job, bis er in eine andere kleine Stadt zog, wo er in einem Supermarkt arbeitete. Es schien als würde er sein Leben wieder in den Griff bekommen. Doch er führte ein Doppelleben.  Er hatte eine feste Beziehung mit einer Frau, die schon zwei Kinder hatte, die er jedoch nie vergewaltigte. Stattdessen vergewaltigte er fremde Kinder. Er hatte jeden Tag 2 Stunden Mittagspause, die er damit verbrachte in den Nachbarsort zu fahren und junge Buben zu vergewaltigen. Nach einer gewissen Zeit verlor er aber auch den Job im Supermarkt. Seine Vergewaltigungen stoppten jedoch nicht, ganz im Gegenteil, er fing nun sogar an seine Opfer zu foltern und verstümmeln mithilfe von Messern und Kerzen.

Garavito bekam mehrmals im Laufe von seinem Lebensweg psychologische Behandlungen und wurde auch des Öfteren im Krankenhaus behandelt, jedoch gab er an, dass er Selbstmordgedanken hatte und nicht das er Kinder vergewaltigte und folterte.

Nachdem er 1984 mit der psychologischen Behandlung abgeschlossen hatte, machte er gleich da weiter wo er aufgehört hatte. Er führte wieder ein Doppelleben, lebte mit einer Frau zusammen und vergriff sich gleichzeitig an fremden Kindern. Er gab sich als Straßenkünstler, Straßenverkäufer oder sogar als Priester aus, wenn er Kinder ansprach. Er lockte seine Opfer an einen abgelegenen Platz und zwang sie Meilen weit in ein Feld oder ähnliches zu laufen, währenddessen er sich betrank. Sobald er sich genug abgelegen fühlte, attackierte er seine Opfer und vergewaltigte, folterte, biss und verstümmelte sie.

Garavito bekam besessen mit Massenmördern, unter anderem auch Adolf Hitler. 1992 spielte er mit dem Ouija Board und eine Stimme solle im gesagt haben, dass wenn er morde, viele Dinge zu ihm kommen werden.

1992 im Herbst ging er nach Kolumbien und begann seinen ersten Mord, im Alter von 35 Jahren. Er folgte einem jungen Teenager aus einer Bar und lockte ihn in einen Wald wo er in vergewaltigte und ermordete. Er hatte seinen Zahn raus geschlagen, seine Füße verstümmelt und seine Genitalien abgeschnitten.

6 Tage nachdem er seinen ersten Mord begann, vergewaltigte und ermordete er einen anderen Jungen. Danach gab es kein Zurück mehr und er mordete ohne Grenzen. Garavito ließ die Morde aussehen, als wären sie von verschieden Kulten getätigt worden, was wahrscheinlich der Grund ist, weshalb er so viele Jungen ermorden konnte. Manche Jungen exekutierte er sogar. Alleine in seinem 37 Lebensjahr tötete er um die 27 Jungen.

Die Polizei suchte Jahre lang nach ihm doch Garavito entkam ihnen immer wieder um ein Haar. Im Jahre 1997 fand die Polizei ein Massengrab mit 36 Jungen. Somit machte die Polizei ein Task Force nur für diesen Killer. Es wurden daraufhin mehrere Massengräber gefunden. In 1998 floh Garavito dann nach Ecuador, da er Angst hatte durch diese Massengräber aufgefunden zu werden.

1999 wurde dann ein Massengrab gefunden, welches Garavito verriet. Man fand seine Brille, Schuhe und Unterwäsche. Durch diese Sachen konnte man ein ungefähres Bild vom Serienmörder herstellen, nämlich wie groß er war, dass er eine Verletzung am Fuß hatte und sogar wie sein Gesicht aufgebaut war. Die Polizei konnte die Verdächtigten auf 25 Personen runter bringen, unter anderem war hier Garavito dabei. Jedoch war er schwer zu finden, da er immer noch herum reiste. Deshalb ging die Polizei zu seiner Schwester, wessen Garavito eine Tasche gab, in der sich Bilder von Kinder, sein Notizbuch und Bustickets von Städten, in denen die Morde gemacht worden waren, befanden. Auch fand die Polizei die Adresse von einer alten Freudin von Garavito und auch sie hatte eine Tasche mit Bustickets, Zeitungsauschnitte von den Berichten der Morden und weiteren Dinge bekommen.

Im April 1999 versuchte Garavito einen weiteren Jungen zu vergewaltigen, welcher sich jedoch sehr wehrte. Ein Obdachloser kam vorbei und half dem Jungen zu entkommen. Die beiden schafften es weg zu rennen. Sie kamen an einen Shop, wo sie sofort die Polizei riefen. Sie konnten Garavito an einem Straßenrand auffinden und er wurde festgenommen.

Obwohl Garavito einen Fake Namen verwand, kam man ihm drauf das er Luis Garavito war, der Mörder von hunderten von Kindern. Er wurde für 118 Kindern angezeigt.

Garavito gab erst nach 18 Stunden Verhör zu, dass er der Mörder der Kinder war. Er sagte er sei von einem Dämonen besessen worden


In Kolumbien gibt es keine Todesstrafe, weshalb Garavito eigentlich für 1.680 Jahre Haft verurteil wurde. Das kolumbianische Strafrecht jedoch erlaubte zu dieser Zeit nur eine Maximalstrafe von 40 Jahren. Er wurde somit für nur 30 Jahre Haft verurteil, da er Gestanden hatte. Er wurde in einem der Schlimmsten Gefängnisse der Welt eingesperrt, dadurch das er jedoch Angst hatte man würde ihn umbringen, da er ein Pädophil war, gab man ihm eine Isolationszelle. Er war ein Vorbildgefangener. Man verringerte also seine Haftstrafe auf nur 22 Jahre – dies heißt so viel wie er könnte dieses Jahr schon wieder frei herumlaufen.

Gary Ridgway – „Green River Killer“

(1949-NOW)

Im Juli 1982 begann in der Umgebung von Seattle, Washington, eine der fürchterlichsten Mordserien in der Geschichte der USA. Ihr fielen mindestens 49 junge Frauen zum Opfer. Erst zwanzig Jahre später gelang es aufgrund einer DNA-Analyse, den Täter zu überführen. Sein Name: Gary Leon Ridgway, geboren am 18. Februar 1949 in Salt Lake City, Utah. Der Fall wurde auch unter dem Namen „Green River Killer“ bekannt, da der Täter seine Opfer vornehmlich im oder in der Nähe des Green Rivers bei Seattle/Washington deponierte. Dir wird jetzt schon mulmig zumute? Das ist erst der Einstieg!

Am 15. Juli 1982 fanden Kinder die Leiche der sechzehnjährigen Ausreißerin Wendy Lee Coffield im Green River treibend. Sie war erwürgt worden.

Vom 13. bis zum 15. August wurden die Leichen von 4 weiteren jungen Frauen in oder in der Nähe des Green Rivers gefunden. Von da an vermutete die Polizei, es mit einem Serienkiller zu tun zu haben. Bis 1984 erhöhte sich die Zahl der Leichenfunde auf 48. Mittlerweile hatte sich sogar Ted Bundy, ein anderer berüchtigter Frauenmörder, mit einem Brief an die US Navy gewandt, in dem er ein psychologisches Profil des Green River Killers entworfen hatte. Haben wir es hier also mit dem kaltblütigsten Serienmörder der US-Geschichte zu tun? Die Anzeichen deuten auf Ja!

Die Opfer waren in erster Linie Prostituierte, aber auch Ausreißerinnen und Anhalterinnen. Das jüngste Opfer war 15, das ältestes 38. Der Täter ermordete Schwarze und Weiße jeglicher Haarfarbe, Lateinamerikanerinnen, Dicke, Dünne, Große und Kleine ohne besondere Präferenz.

Im März 2001 benutzte das Kriminallabor des Staates Washington die neuen DNA-Tests, um über Beweisstücke Hinweise zum Täter zu finden. Am 30. November 2001 wurde bekannt, dass auf vier der früheren Opfer DNA-Spuren gefunden wurden, die mit einer Speichelprobe eines gewissen Gary Ridgways übereinstimmten. Dieser wurde daraufhin verhaftet.

Gary Leon Ridgway wurde am 18.2.1949 geboren. Der Lackierer war verheiratet und hatte mehrere Kinder. Am Anfang der Ermittlungen leugnete er die Taten, später aber kooperierte er mit den Behörden, um der Todesstrafe zu entgehen.

Getrieben wurde Gary Ridgway laut eigenen Angaben vorrangig von Hass auf Frauen, Prostituierten insbesondere. „Ich wollte so viele Frauen wie möglich töten, von denen ich dachte, sie seien Prostituierte. Ich dachte, ich könne so viele töten wie ich will, ohne erwischt zu werden“.

Gary Ridgway sprach seine Opfer in der Regel auf dem Straßenstrich von Seattle an. Er stellte ihnen etwas mehr Geld als üblich in Aussicht, um sie an einen einsam gelegenen Ort oder in sein Haus zu locken. Eine clevere Idee, muss man ihm lassen… Die meisten Frauen tötete er dann in seinem Pick-up, der über einen Campingaufsatz verfügte, oder in seinem Schlafzimmer. Der tödliche Angriff kam überraschend, meist unmittelbar nach dem Sex. Gary Ridgway packte die Frauen von hinten und erwürgte sie mit seinem Unterarm oder einer Schlinge. Gerne spielte er mit der Atemkapazität seiner Opfer; er ließ den Würgegriff seines Armes etwas lockerer, um ihn dann langsam wieder anzuziehen, so dass er möglichst viel vom Todeskampf seiner Opfer rausholen konnte. Danach benutzte er die Leiche meist nochmals für Geschlechtsverkehr.

Bis heute ist unklar, wie viele Frauen Gary Ridgway wirklich zum Opfer fielen. Offiziell ist er wegen Mordes in 49 Fällen verurteilt worden. Gary Ridgway hat alle 49 Verbrechen gestanden, die Polizei hat in jedem einzelnen Fall eine Leiche geborgen. Es gibt eine Handvoll weiterer Frauen, welche die Ermittler nach den Geständnissen von Ridgway ebenfalls zu den Opfern der Mordserie zählen. Allerdings konnten ihre Leichen bisher nicht gefunden werden. Deshalb gelten diese Verbrechen noch nicht als endgültig geklärt.

Die tatsächliche Opferzahl schätzen die Ermittler aber weitaus höher ein. Zum einen ergibt sich die Einschätzung aus den Verhören mit Gary Ridgway. Dort hat er insgesamt 75 Morde zugegeben. In einem Interview, das er im September 2013 einem Radiosender gab, sprach Ridgway sogar von 80 oder 90 getöteten Frauen. Problem: Nach den Erfahrungen, die die Green River Ermittler mit Gary Ridgway in den Befragungen sammelten, gilt der Mann in seinen Aussagen als sehr unzuverlässig. Als er den Angehörigen der Opfer vor Gericht begegnen musste, brach er weinend zusammen und bat um Vergebung. Er wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Möglichkeit auf Begnadigung verurteilt und sitzt diese heute in der Justizvollzugsanstalt des Staates Washington in Walla Walla ab. Doch seine Taten und der Schmerz der Angehörigen, den er durch die Morde verursacht hat, der bleibt auch nach seinem Tod erhalten.

Auch zu diesem Mörder finden sich spannende Dokumentationen für Wissbegierige, jene noch mehr Details über diesen interessanten Fall hören möchten.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gary_Ridgway

https://www.britannica.com/biography/Gary-Ridgway